Posts mit dem Label Angst werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Angst werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Immer dann




Immer dann, 
wenn die Liebe stärker ist
als deine Angst,
wird irgendwo ein Stern geboren,
der es ein wenig heller macht 
auf dieser Welt.

Immer dann,
wenn das Vertrauen in dich selbst 
größer ist als dein innerer Kritiker,
werden Visionen zu Möglichkeiten,
beginnt dein Inneres zu leuchten,
öffnen sich Türen, die seit Ewigkeiten verschlossen galten. 

Immer dann, 
wenn dein Ja größer ist als dein Nein,
wenn du damit beginnst,
dich für anstatt gegen etwas einzusetzen,
beginnt irgendwo eine Blume zu blühen,
wird diese Erde zu einem besseren Ort,
 für viele,
vor allem aber für dich selbst.

Benno Blues




Ein Mantel für die Angst




Der Angst steh'n viele Fragen
ins Gesicht geschrieben.
Die Schrift furcht schwarz
und manchmal rot.
Schon ziemlich oft
hat sie hinfort getrieben
des Lebens Fülle
ohne Not.

Die Antworten
sind leider nicht zu finden,
wenn man die Liebe nicht befragt.
Vergang'nes nur wird frisch belebt,
um schließlich vorschnell zu verkünden,
dass besser nicht man Neues wage,
dass man vermeide
und verzage.

Die Liebe niemals fragt
"Warum?",
fragt lieber "wann" und "wo" und "wie". 
Sie ist der Mantel,
warm und weich,
in den sich hüllen mag sogleich,
der kleinen Seele Angst
samt ihrer Fragen.

Sie ist die Antwort,
die wohl Einzige,
dem Bangenden
an dürren Tagen.

Benno Blues

Enge




In einem kleinen Garten ist der Maulwurf dem Gärtner ein bedeutender Feind.

Benno Blues

Seelensuche





Im Herbst so manchen Lebens 
scheint kaum eine Verlockung liebreizender als die,
noch einmal den rechten Partner zu finden...

...und kaum ein Hindernis unüberwindbarer als das, 
dabei der eigenen Angst zu begegnen.

Benno Blues

Schlaflos



Foto: ©BAREL

Wenn die Zeit anhält
und die Stille in den Ohren dröhnt,
wenn die Schlafstatt dir zum Asphalt wird,
und dein Selbstvertrauen dich verhöhnt,
wenn der Raum um dich luftleer erscheint,
wenn sich alles entfernt von dir,
sich verliert in Unendlichkeit,
nur noch Schatten sind da und hier,
wenn Gedanken wie eine Mauer stehn,
und Gefühle an deinen Füßen ziehn...

...dann wird es Zeit, 
nach Hause zu gehn,
nach Hause zu gehen,
und nach deinem Kinde zu sehen.
Hör wie es schreit und nimm's in den Arm,
sieh wie es friert und hülle es warm!
Du warst fort und dein Kind war allein,
hast verlassen es, nun komm wieder heim.
Komm heim in dein Herz und such nicht mehr dort,
wo nicht finden du kannst einen seligen Ort!


Benno Blues

Meine Aufmerksamkeit



Es gedeiht, was ich pflege.

Wohlwollen
Missgunst
Freude
Ärger
Gesundheit
Krankheit
Vertrauen
Angst
Hass
Liebe

Nichts nährt wohl eine Sache so sehr, wie meine Aufmerksamkeit.

Benno Blues

Besorgt sein


Spruch Angst
Foto: pixabay.com


Nur sehr wenige Dinge ereignen sich zur rechten Zeit.
Alles Übrige ereignet sich überhaupt nicht.

Herodot

Vertrauen erschwert


Spruch Misstrauen und Angst
Foto: Dirk Kruse / pixelio.de

Die Angst fast ständig nach Beweisen sucht,
dass sie zurecht das Land vermint,
dass niemand da ist, dem vertrau'n sie kann,
dass niemand da ist, der Vertrau'n verdient.

Sie sucht in dir
und auch in Herzen andrer Leut,
allein in mir 
die Such sie scheut.

Und findet's das Gesuchte nicht,    
und bleibt erfolglos ihre Jagd,
er-findet sie, wonach sie fragt.
Es ist egal, was man ihr sagt.

Benno Blues

Trennungsangst



Foto: Dietrich Schneider / pixelio.de

Seit ich dem Tod einst gegenüber stand,
ihm meine blasse Hand entgegen streckte,
seit ich in seine dunklen ruhigen Augen sah,
verlor die Furcht ich vor dem grauen Ende.

Wie fühlt ich hingezogen mich,
mocht fallen sanft in ew'ge Kissen,
die stumme Sehnsucht war so groß:
Nichts wollen mehr und nichts mehr müssen.

Sie entschwand, die Angst vor dem Tod,
ich entsagte dem uralten Erbe.
Eine andere Angst sich bald fand.
Für Verlust und für Trennung sie stand.

Ich verlor die Furcht nicht
vor Ablehnung und Schmerz.
Es wurd nicht erwachsen,
das kindliche Herz.

Wozu diese Furcht?
Was kann schon geschehen?
Warum sollte ich halten,
was lieber mag gehen?

Will lösen die kindlichen Fesseln
des Nehmens und Gebens,
mich fallen lassen
in die Weisheit des Lebens.

Es gibt keine Trennung von dem,
was sich einmal gefunden.
Auf besondere Art bleibt alles
mit allem verbunden.

Benno Blues

Die Frage des Tages






Wozu brauche ich Angst, Misstrauen, Eifersucht?

Benno Blues



Angst und Zuversicht




"Warum ist für dich alles immer so leicht?",
fragte die Angst die Zuversicht.
"Ganz einfach.", entgegnete diese, "Ich bin selten allein unterwegs.
Mit Dankbarkeit und Liebe reise ich in die Vergangenheit,
mit Vertrauen und Neugier in die Zukunft."
"Wird dir das denn nie zuviel, immerzu Gesellschaft zu haben?", will die Angst wissen.
"Ach weißt du", entgegnet da die Zuversicht, "das viele Reisen in andere Zeiten strengt mich doch schon an. Darum habe ich jetzt auch mein Lager in der Gegenwart aufgeschlagen. 
Aber ab und zu, da zieht es mich noch hinaus..."

Benno Blues

Die hohe Kunst des Lebens




Halt finden, wo man auch lösen darf.
Vertrauen finden, wo man auch zweifeln darf.
Hoffnung finden, wo man vergessen darf.

Liebe finden im Verschenken von sich selbst.
Ein Zuhause finden an einem Ort, wo man sein darf, wie man ist.
Sich angenommen fühlen, vor allem durch sich selbst.

Vertrauen ins Leben finden durch Vertrauen in das eigene Sein.
Sich selbst finden.
Sicherheit finden durch die Preisgabe jedweder Sicherheit.

Freude finden im Augenblick.
Frieden finden im Entsagen, ohne zu verzichten.
Glück finden,
sich schwebend fallen lassen ins eigene Urvertrauen.

Benno Blues

Weg aus der Enge




Inmitten meiner kleinen Welt
fand ich eine große Welt.

Ich sah den Anfang nicht
und nicht das Ende.
Es begann schon
ehe es war.

Ein Heute
ohne ein Gestern,
ein irrendes Heute,
auf der Suche nach Wahrheit.

Türen aus Schmerz
und Enttäuschung.
Wege von Einsamkeit und Stille.
Aufbruch aus Enge.

Das Ego,
nichts weiter
als schlechte Maskerade
enttäuschter Kinderseele.

Innen, nach Liebe hungernd,
klein und verletzt.
Außen, omnipotent,
unbesiegbar.

Die Seele,
beschämt, verschmäht, zerschnitten,
gezeichnet vom Leben,
halb verborgen, halb vergessen.

Innen, 
ein heiliger Ort,
Dimension des Ursprungs,
Quell allen Seins,
Matrix des Lebens.

Zeit für Begegnung.
Spüren.
Heilsame Zuwendung,
aus liebsamer Stille geboren.

Frieden

Benno Blues

Mein Leben


Foto: Rike / pixelio.de

Mal zieht es mich,
mal stößt es mich.
Mal bannt es mich,
mal schreckt es mich.

Mal freut es mich,
mal neckt es mich,
erregt es
und bewegt es mich.

Mal drückt es mich,
mal trägt es mich.
Mal wärmt es
und mal kühlt es mich.

Mal hofft es oder
bangt es mich.
Mal singt es 
und mal tanzt es mich.

Mal rührt es mich,
beschämt es mich,
mal kürt es
und mal grämt es mich.

Mal schönt es mich,
mal rügt es mich.
Mal streichelt und 
liebkost es mich.

Leb ich es gern,
beschenkt es mich
und seit ich liebe,
liebt es mich.


Benno Blues

Verloren




Der Tage kommen,
da schauert es 
aus Wehmutswolken Verlorenheit,
da scheint geflohen jeder Halt.
Alles dreht sich wirr im Kreis.
Was grad noch warm war,
nun ist's kalt
und der Herzschlag geht nur leis.

Verloren Vaters, Mutters Lieb,
verlorn, was nie genug besessen.
Das Leben nahm es wie ein Dieb,
fast schien es schon vergessen.
An diesen Tagen lebt es auf,
Gefühl aus Kinderstunden,
verloren - ja, das war ich wohl,
doch nun kann ich gesunden.

Zur Mahnung kommen sie herbei,
Gefühle alter Tage,
erinnern mich zur rechten Zeit
an mein Geburtsgeschenk.
Die Liebe und Geborgenheit,
die mir da einst so fehlte,
jetzt bin ich ihrer eingedenk.
Mein eigen Herz hält sie bereit,
will nun umfließen altes Leid.

Zu gerne flüchte ich vor mir,
vor meiner Seele Lautgeschrei,
und halt mir beide Ohren zu,
der Tinnitus, der hilft dabei.
Verlieren kann ich mich nur selbst,
in Arbeit, Sorge, Sucht und Traum.
Und wenn ich dies zu lange tu,
dann kommt die Angst und füllt den Raum.

Die Mahnung die zuteil mir wird,
will folgendes wohl sagen:
Steh auf und werde wach nun Mensch,
siehe wie du lebst mit dir!
Schau, du behandelst selbst dich heut
wie Eltern einst das ferne Kind.
Verloren hast du aus dem Blick,
was deine Wünsche immer sind.

Spür Mutter Erde nun
unter deiner Füße Sohlen
und richte auf dein Haupt.
Atme ein und atme aus.
Verloren nur in Wahrheit ist,
wer sich verloren glaubt.

Benno Blues

Die Sache mit der Angst





Als ich begann, das Wort Angst zu buchstabieren,
bin ich vielen ihrer Verwandten begegnet.
Sie kamen groß und aufgeplustert daher,
aber auch unscheinbar und tückisch.

Ich traf die Verlustangst ebenso 
wie die Versagensangst,
lernte die Angst vor Ablehnung kennen
und die Angst vor Einsamkeit.

Ich schüttelte der Angst, 
jemandem weh zu tun, 
vorsichtig die Hand
und begegnete zufällig, 
aber nicht ganz unerwartet, 
der Angst mich zu blamieren.
Selbst mit der Angst vor Verarmung saß ich zu Tisch
und womöglich nährte ich sie ein wenig zu sehr.

Ich begegnete der Angst, durchschaut zu werden
wie auch der Angst, 
nicht gut genug zu sein.
Selbst der Königin aller Ängste,
der Angst vor der Angst machte ich meine Aufwartung.

Nun, da wir uns ein wenig angefreundet haben,
muss ich sagen,
dass wir alle doch ganz passabel zueinander passen
und wenn ich einer von ihnen nicht zu viel Aufmerksamkeit schenke,
sie mir hin und wieder sogar recht nützlich sind.

Eine Angst jedoch entzieht sich mir wie ein Schatten in der Nacht.
Es ist die Angst vor dem in mir vergrabenen Schmerz,
die Angst vor dem, was ich selbst nicht mehr über mich weiß.
Und obgleich es mich beständig in den Bann zieht,
zu erfahren wer ich bin,
flüchte ich doch immer wieder vor eben dieser bizarren Begegnung.

Benno Blues

Kontrolliertheit


Trauer
Angst
Wut
Neid
Eifersucht
Scham
Schuld
Minderwertigkeit

Immer wenn ein Gefühl nicht aus mir heraus fließen darf, muss es zu einem Zustand werden.

Benno Blues

Auf den Spuren meiner Angst



Endlich beschloss ich, 
meine Angst zu bekämpfen,
also stellte ich ihr nach. 

Aber die Angst hatte Angst vor mir. 
Ich lief so schnell ich konnte.
Doch die Angst war stets behänder als ich. 

Erst als ich stehen blieb und mir Zeit nahm, 
sie anzusehen, 
änderte sich dies allmählich. 

Ich erkannte, 
dass meine Angst gar nicht so hässlich war, 
wie ich immer glaubte.

Ich erkannte, 
dass sie auch Gutes 
in mir hervor gebracht hatte.

Ich erkannte zum Beispiel, 
dass mein ausgeprägter Familiensinn 
aus der Verlustangst geboren wurde.

Und während ich dies so wahr nahm, 
stand ich da plötzlich 
nicht mehr allein. 

Mein alter, fast vergessener Freund, 
das Selbstvertrauen, fand sich an meiner Seite ein 
und sagte zu mir: "Du scheinst müde zu sein, 
komm und lass dich ein Stück tragen..."

Benno Blues


Soziales Netzwerk






Es ist gut, dass es soziale Netzwerke gibt.
Da kann ich Menschen in mein Leben lassen, ohne sie in mein Leben zu lassen.



Benno Blues

Verlustangst und Freiheit




Begriff ich nur, 
dass nie mir etwas gehörte... 
Begriff ich, 
dass nichts wirklich mein ist...
Begriff ich, 
das Besitz ein Gegenspieler meiner und deiner Freiheit ist...
Was müsste ich dann noch fürchten?

Benno Blues
vor blättern