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Ob ich dich liebe




Ob ich dich liebe, fragst du?
Nein, das tue ich nicht. 
Ich bin es.
Es ist kein Handeln, kein Wirken, kein Tun.
Es ist pures Sein.
Es findet so 
nur seinen Ausdruck,
wie es auf viele andere Weise 
auch Ausdruck findet:
in meinen Gedanken,
meinem Fühlen,
in der Art, 
wie ich mich selbst, 
dich, 
uns und die Welt sehe.
Ob ich dich liebe, fragst du?

...und ich küsse zärtlich deine Stirn..

Benno Blues

Zukunftssorgen




Wenn die Gegenwart schön ist,
frage ich nicht nach der Zukunft.

Benno Blues

Haben wollen




Jemand mehr zu lieben als sich selbst
ist eine Not, 
die nur allzu gern
als Tugend verkauft wird.

Benno Blues

Ausreichend


Foto: Gabriela Neumeier / pixelio.de

Du musst nicht immer geliebt werden,
oft reicht es auch, wenn du lieben kannst.

Du musst Menschen nicht immer verstehen,
oft reicht es auch, Verständnis zu haben.

Du musst das Leben nicht immer nachvollziehen können,
oft reicht es auch, ihm zu vertrauen.

Du musst dich selbst nicht immer begreifen,
oft reicht es auch, zu dir zu stehen.

Du musst die Schuld nicht immer bei dir suchen,
oft hattest du tatsächlich schon alles gegeben.

Du musst nicht enttäuscht sein, wenn Erwartungen unerfüllt bleiben,
oft liegen die größten Chancen genau dort verborgen.

Du musst nicht immer geliebt werden,
oft es reicht es aus, wenn du lieben kannst.

Benno Blues

Genug


Foto: Jonathan Keller / pixelio.de

Auf die Frage, 
wann es denn genug sei, 
haben Herz und Ego 
meist unterschiedliche Antworten.

Benno Blues

Weg aus der Enge




Inmitten meiner kleinen Welt
fand ich eine große Welt.

Ich sah den Anfang nicht
und nicht das Ende.
Es begann schon
ehe es war.

Ein Heute
ohne ein Gestern,
ein irrendes Heute,
auf der Suche nach Wahrheit.

Türen aus Schmerz
und Enttäuschung.
Wege von Einsamkeit und Stille.
Aufbruch aus Enge.

Das Ego,
nichts weiter
als schlechte Maskerade
enttäuschter Kinderseele.

Innen, nach Liebe hungernd,
klein und verletzt.
Außen, omnipotent,
unbesiegbar.

Die Seele,
beschämt, verschmäht, zerschnitten,
gezeichnet vom Leben,
halb verborgen, halb vergessen.

Innen, 
ein heiliger Ort,
Dimension des Ursprungs,
Quell allen Seins,
Matrix des Lebens.

Zeit für Begegnung.
Spüren.
Heilsame Zuwendung,
aus liebsamer Stille geboren.

Frieden

Benno Blues

Verkleidungstalent





Einmal kommt sie als wohlige Nähe daher,
ein anderes Mal als behutsame Ferne.
Heute zeigt sie sich in Form von Sorge um dich
und morgen als bedingungsloses Vertrauen.

Sie tritt als Frage ebenso auf,
wie als Antwort,
erscheint in Begleitung der Angst
wie auch in der des Zweifels.

Manchmal ist sie bunt und laut,
ein anderes Mal 
blass und leise,
fast stumm.

Sie kann wild sein
oder zärtlich,
überbordend
und zurückhaltend.

Hier taucht sie als Mitgefühl,
dort als Verständnis auf.
Sie ist so vielseitig
in ihrer Einmaligkeit.

Manchmal jedoch wird sie verwechselt.
Dann glaubt man ihr zu begegnen
in Form einer Sehnsucht
oder in Form von Verlangen.

Wünsche nach Nähe und Geborgenheit,
nach Sicherheit und Versorgtsein,
nach Anerkennung und Bestätigung
stehlen sich ihre Kleider.

Die Liebe jedoch 
mag es nicht sonderlich,
bedient man sich zu Unrecht ihres Namens
und meidet alsbald jene Orte...

Benno Blues

Ich doch nicht




Es fällt mir schwer, mich selbst zu lieben, 
aber darin, mir Vorwürfe zu machen, 
bin ich ein wahrer Meister.

Es fühlt sich nicht richtig an, 
auf mich stolz sein
aber meinen Erfolg klein zu reden,
erhaltenes Lob abzuschwächen oder zurückzuweisen, 
das kann ich gut.

Warum eigentlich bin ich selbst mein größter Kritiker?
Ich finde mich zu dick, 
zu hässlich, 
zu dämlich, 
zu ungeschickt 
oder zu alt, zu wenig erfolgreich...

Würde ich wollen, dass andere mich so sehen?

Benno Blues
vor blättern