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Herbst





Farben schwinden sanft 
in warme Töne.
Ein letztes Aufbegehren.
Hier noch ein Rot, 
da noch ein Gelb.

Kühle Nebel brechen 
der Morgensonne leises Licht.
Feine Netze, taubesetzt.
Stille vor der Stille.
Ruhe will sein.

Manchmal noch
ein lautes Lachen,
ein Sehnen, ein Flehen.
Manchmal noch 
ein Sommerkleid.

Blätter fallen.
Träume fallen.
Leise Hoffnung 
unter stummer Trauer.
Alle Kraft neigt ihr Haupt.

Ruhe will sein.
Feuer im Kamin
und der Duft von Buchenholz.
Nasser Wind fegt ums Haus,
rüttelt am alten Dach.

Ankommen.
Zu Hause sein.
Zur Ruhe kommen,
Kraft schöpfen
und die Zeit umarmen.

Benno Blues

Müde und kraftlos

Foto: Lucien Stapel

Manchmal
fühle ich mich wie ein Baum,
von dem fast alle Blätter gefallen sind,
aber jetzt macht es mir keine Angst mehr,
weiß ich doch 
um meine Kraft,
neue Blätter zu treiben.

Kristiane Allert-Wybranitz
vor blättern