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Ob ich dich liebe




Ob ich dich liebe, fragst du?
Nein, das tue ich nicht. 
Ich bin es.
Es ist kein Handeln, kein Wirken, kein Tun.
Es ist pures Sein.
Es findet so 
nur seinen Ausdruck,
wie es auf viele andere Weise 
auch Ausdruck findet:
in meinen Gedanken,
meinem Fühlen,
in der Art, 
wie ich mich selbst, 
dich, 
uns und die Welt sehe.
Ob ich dich liebe, fragst du?

...und ich küsse zärtlich deine Stirn..

Benno Blues

Immer dann




Immer dann, 
wenn die Liebe stärker ist
als deine Angst,
wird irgendwo ein Stern geboren,
der es ein wenig heller macht 
auf dieser Welt.

Immer dann,
wenn das Vertrauen in dich selbst 
größer ist als dein innerer Kritiker,
werden Visionen zu Möglichkeiten,
beginnt dein Inneres zu leuchten,
öffnen sich Türen, die seit Ewigkeiten verschlossen galten. 

Immer dann, 
wenn dein Ja größer ist als dein Nein,
wenn du damit beginnst,
dich für anstatt gegen etwas einzusetzen,
beginnt irgendwo eine Blume zu blühen,
wird diese Erde zu einem besseren Ort,
 für viele,
vor allem aber für dich selbst.

Benno Blues




Ich vermisse dich




Wenn du nicht da bist, hör ich Musik. 

Als fehle ein Ton in jedem Lied 
und auch so manches Pausenzeichen. 
Du bist die Oper, die ich nie schrieb, 
das große Orchester, das ohnegleichen 
mich in Schwingung versetzt, 
mich erstarren lässt 
und in mir explodiert. 

Ein virtuoser Geigenklang, 
ein tanzbäriger Bass, 
die fröhlich kecke Klarinette, 
die verführerisch fein mich entschwinden lässt 
in des Himmels tragende Weiten. 
Bist mein Paukenschlag, 
zwischen den Zeiten. 

Du füllst mein Herz 
wie das sacht gestrichene Cello den Saal, 
wie das Flimmern schwarz weißer Flügelphantasien,
bist mein Legato und mein Crescendo, 
mein Forte und mein Pianissimo. 
Du bist da, auch wenn du nicht da bist, 
gehst in mich hinein und durch mich hindurch, 
bist um mich und mit mir und in mir. 

Du bist mein Lied, 
mein Liebeslied. 
Das Universum singt es für mich. 
Nur für mich.

Benno Blues

Gutezeitenland




Als pflüge ein Schleppnetz durch die Nacht,
von des Himmels stillweiter Ferne,
und nähme mit all das Schwere in mir,
auch kindlichen Schmerz,
in die Klarheit ewiger Sterne.

Als gieße es aus Ozeanen
Nebel des Friedens in meine Welt.
Als wehte nun Wind mir erster Stunde,
aus Hoffnung geboren.
Als verschließe sich heilsam die klagende Wunde.

Der Baum des Vertrauens neigt sich mir zu,
senkt milde nun die Krone.
Seine Blätter, die wispern und flüstern mir leis
die Geschichte von Aufbruch aus alter Zeit
und dass ein solcher sich lohne.

Ein wärmend Tuch, ein tragend Netz,
gewirkt aus zarter Seele Faden
versponnen, verwoben, mit Gold versetzt,
gebunden aus Träumen und Sehnen,
rahmenlos und gedankenleicht,
trägt es an Ufer jenseits der Tränen.

Als füge sich vieles neu und fein,
was krumm war wird gerad,
und als müsse das einfach alles so sein,
geführt von ewiger Hand,
stehe aufrecht ich nun und ziehe ein
in das Gutezeitenland.

Benno Blues

Der Gesang der Wale





Eine Seele sucht nach der deinen,
lauscht ihrem Klang wie dem Gesang der Wale.
Eine Seele ruft deinen Namen,
ruft nach dir
wie eine Mutter nach ihrem Kind,
wie ein Kind nach seiner Mutter.

Eine Seele hat Heimat gefunden
und kann es noch gar nicht glauben,
läuft wieder und wieder ums Haus...

Benno Blues

Liebeserklärung




Immer wenn ich an dich denke, 
zieht sich das Universum zusammen auf Herzensgröße, 
um sich von dort aus erneut auszudehnen.

Benno Blues

Zauber eines Anfangs


Foto: pixabay.com

Ein fernes Wehen, ein ruhelos Ziehen,
ein Sinnen, ein Träumen,
ein Ahnen, ein Schweben,
ein sanftes Beben,
von Hoffnung geziert.

Ein Hören und Sehen,
ein Fließen, ein Gleiten,
ein Fühlen und Tasten,
das, ohne zu rasten,
zueinander sie führt.

Machtvoll ohnmächtig,
kraftvoll, sanft zärtlich,
strebend und gebend,
hallend und fallend.
Das Leben gebiert...

Benno Blues

Begegnung


Foto: Dieter Schütz / pixelio.de
Die Umarmung

Stille umher,
inmitten der Zeit,
in der Augen Glanz
ein Hauch Zärtlichkeit.

Umschließend vier Arme,
Halt gebend,
Halt findend,
Seelen verbindend.

Wesen so leicht,
wie im freien Fall.
Mein sein und dein sein.
Eins sein und Allsein.

Berührend verführend,
umschmeichelnd, umwindend,
im Zauber des Augenblicks
Ewigkeit findend.

Benno Blues

Ankommen



Als bestünde die Welt aus Lilienduft,
als berauschten zartrosa Töne.
Als lösten sich Raum und lösten sich Zeit,
als würde mit sanfter Hand nun geheilt,
auf das Herz und Verstand sich versöhne.

Gedanken entfliehen, kaum kann ich sie halten,
sie fliegen beständig hinfort,
die Kunde zu bringen,
von Neuem und Altem
hin zu jenem fernen mystischen Ort.

Ein Ort, den zu finden, sich viele bemühen,
nicht viele jedoch ihn erreichen.
Nur ein liebendes Herz zu sehen vermag,
was das Leben vor dir und vor mir verbarg.
Die Seele sucht ihresgleichen.

Und nun ist es, als käm ich nach langer Reise,
geführt von verborgener Hand,
als käm ich auf wunderbare Weise,
nun endlich nach Haus und öffne ganz leise,
des Herzens Tür, die ich ewig schon kannt.

Benno Blues

Ich sehe dich


Gedicht Liebe


Ich sehe dich im Tau der Morgenröte
und im abendstillen Glanz der Sterne.

Ich sehe dich im Strahlen der Sonne
und im freien Spiel der Wolken.

Ich sehe dich im fliehenden Fisch
und im bergenden Meer,
im Wiegen der Blume im Wind
und in der Pracht eines alten Baumes.

Ich sehe dich lächeln.
Wie schön du bist...

Benno Blues

Mein Ego und Ich




Magst du dein Ego finden, so folge deinem Schmerz.
Magst du dich selbst finden,
folge der Liebe in dir.

Benno Blues

Ein Mantel für die Angst




Der Angst steh'n viele Fragen
ins Gesicht geschrieben.
Die Schrift furcht schwarz
und manchmal rot.
Schon ziemlich oft
hat sie hinfort getrieben
des Lebens Fülle
ohne Not.

Die Antworten
sind leider nicht zu finden,
wenn man die Liebe nicht befragt.
Vergang'nes nur wird frisch belebt,
um schließlich vorschnell zu verkünden,
dass besser nicht man Neues wage,
dass man vermeide
und verzage.

Die Liebe niemals fragt
"Warum?",
fragt lieber "wann" und "wo" und "wie". 
Sie ist der Mantel,
warm und weich,
in den sich hüllen mag sogleich,
der kleinen Seele Angst
samt ihrer Fragen.

Sie ist die Antwort,
die wohl Einzige,
dem Bangenden
an dürren Tagen.

Benno Blues

Nähe und Verlustangst




Was ich nicht besitzen will, 
kann mir auch nicht genommen werden.
Dennoch ist Nähe möglich.
Vermutlich sogar nur dann...

Benno Blues

Eifersucht




Eifersucht macht oft hilflos, doch müsste sie dies nicht.
Den Schmerz der Eifersucht bedingt nicht das Verhalten des geliebten Menschen.
Den Schmerz der Eifersucht bedingt die eigene Abwertung.

Benno Blues

Misstrauen




Realität ist nicht. 
Realität entsteht jeden Moment neu.
Doch solange ich etwas für unmöglich halte, 
werde ich ihm vermutlich nicht begegnen, 
selbst wenn es schon immer da war.

Benno Blues

Schönheit und Liebe




Ist Schönheit in den Dingen,
ist Liebe im Auge.

Ist Liebe im Auge,
ist Schönheit in den Dingen.

Benno Blues

Vergebung und Selbstliebe



Schmerzen


Das tägliche Leben spielt sich oftmals nur an der Oberfläche ab,
während die Liebe in der Tiefe schlummert.
Doch wie kann ich dorthin gelangen?
Manchmal scheint der Pfad versperrt, verschüttet, verbaut, zugewachsen.
Manchmal kann ich niemanden nach dem Weg fragen außer den Schmerz alter Wunden...

Benno Blues

Friedlos





Bewusste Abwendung erzwingt oftmals nur unbewusste Hinwendung.

Benno Blues

Seelensuche





Im Herbst so manchen Lebens 
scheint kaum eine Verlockung liebreizender als die,
noch einmal den rechten Partner zu finden...

...und kaum ein Hindernis unüberwindbarer als das, 
dabei der eigenen Angst zu begegnen.

Benno Blues

Geborgenheit




Eine liebevolle Umarmung
vermag für einen Augenblick lang
die Zeit anzuhalten.
Es ist ein Moment,
da findet die Seele nach Hause...

Benno Blues
vor blättern