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Mein Ego und Ich




Magst du dein Ego finden, so folge deinem Schmerz.
Magst du dich selbst finden,
folge der Liebe in dir.

Benno Blues

Mitgefühl und Lebenslast


Foto: Angelina Ströbel / pixelio.de


Die Last deines Lebens,
sie gleicht einem grauen Stein.
Behutsam nehme ich ihn in meine Hände.
Er wiegt schwer.
Ich sehe ihn mir an.
Ich sehe ihn mir an und bemerke
die vielen kleinen Schriftzeichen 
auf seiner Oberfläche.
Von Trennung erzählen sie, 
von Zurückweisung, 
von Verletzung, Trauer und Schuld.

Viele Geschichten weiß der Stein zu erzählen.
Ich höre ihm zu.
Und während ich ihm zuhöre, 
spüre ich, 
wie er leichter wird nach und nach.
Ich rede nicht.
Ich höre nur,
nicke ab und zu und sehe ihn an.

Er hat viel zu erzählen, dieser Stein.
Es tut ihm gut, das jemand zuhört.
Meine Hände wärmen ihn.
Es klingt fast friedlich, wie er erzählt,
mit sanfter Stimme mitten in die Stille hinein.

Benno Blues

Herbst





Farben schwinden sanft 
in warme Töne.
Ein letztes Aufbegehren.
Hier noch ein Rot, 
da noch ein Gelb.

Kühle Nebel brechen 
der Morgensonne leises Licht.
Feine Netze, taubesetzt.
Stille vor der Stille.
Ruhe will sein.

Manchmal noch
ein lautes Lachen,
ein Sehnen, ein Flehen.
Manchmal noch 
ein Sommerkleid.

Blätter fallen.
Träume fallen.
Leise Hoffnung 
unter stummer Trauer.
Alle Kraft neigt ihr Haupt.

Ruhe will sein.
Feuer im Kamin
und der Duft von Buchenholz.
Nasser Wind fegt ums Haus,
rüttelt am alten Dach.

Ankommen.
Zu Hause sein.
Zur Ruhe kommen,
Kraft schöpfen
und die Zeit umarmen.

Benno Blues

Heilsam





Wenn das Land nur Schwere atmet,
dumpfe Nebel,
lange Schatten,
Müdigkeit im Denken liegt.

Wenn die Welt in ihrer Vielfalt,
sonnverborgen,
leidverzagt,
Trübheit dir vor Augen schiebt.

Atme ein und atme aus,
Stille sei dein Gast.
Spüre nach dem Schmerz in dir,
unter Weltenlast.

Versickernde Hoffnung.
Stummes Klagen.
Kaltes Blut.
Wehrloses Sehnen.

Schenk dir Milde,
Mitgefühl.
Kühl des Lebens Schmerz
mit weichen Liebestränen.

Schon so lange Zeit
kannst du jene Mühsal fühlen.
Komm und teile sie mit mir
und ich helf dir kühlen.

Benno Blues

Mein Leben


Foto: Rike / pixelio.de

Mal zieht es mich,
mal stößt es mich.
Mal bannt es mich,
mal schreckt es mich.

Mal freut es mich,
mal neckt es mich,
erregt es
und bewegt es mich.

Mal drückt es mich,
mal trägt es mich.
Mal wärmt es
und mal kühlt es mich.

Mal hofft es oder
bangt es mich.
Mal singt es 
und mal tanzt es mich.

Mal rührt es mich,
beschämt es mich,
mal kürt es
und mal grämt es mich.

Mal schönt es mich,
mal rügt es mich.
Mal streichelt und 
liebkost es mich.

Leb ich es gern,
beschenkt es mich
und seit ich liebe,
liebt es mich.


Benno Blues

Kontrolliertheit


Trauer
Angst
Wut
Neid
Eifersucht
Scham
Schuld
Minderwertigkeit

Immer wenn ein Gefühl nicht aus mir heraus fließen darf, muss es zu einem Zustand werden.

Benno Blues

Verlust und Trauer


Foto: Angelika Koch-Schmid  / pixelio.de

Der Melancholiker zeigt eine außerordentliche Herabsetzung seines Ich-Gefühls, eine großartige Ich-Verarmung. 
Bei der Trauer ist die Welt arm und leer geworden - bei der Melancholie ist es das Ich selbst. 

Sigmund Freud

Trauer und Tränen

Foto: Karin Schmidt  / pixelio.de
Tränen trocknen, doch das Herz weint weiter.
Quelle unbekannt


Bodenlos


Spruch Trauer
Foto: H.D.Volz  / pixelio.de

Niemals sind wir ungeschützter gegen das Leiden, als wenn wir lieben, niemals hilfloser ungücklich, als wenn wir das geliebte Objekt oder seine Liebe verloren haben.

 Sigmund Freud

Trauer


Spruch Depression
Foto: Karl-Heinz Laube  / pixelio.de


Der Trauernde setzt sich realistisch mit dem erlittenen Verlust auseinander. Dabei kann seine Persönlichkeit reifer und reicher werden, auch wenn die Welt ärmer geworden ist. Der depressive Mensch dagegen verliert sich an das Verlorene.  

Peter Schellenbaum, 
Die Wunde der Ungeliebten



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