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| Foto: Dorothea Jacob / pixelio.de |
Nicht nur meine Taten verändern die Welt.
Auch das was ich nicht tue,
hinterlässt seine Spuren.
Früher glaubte ich,
ich sei nur für das verantwortlich,
was ich tat.
Und so tat ich.
Ich sah auf das,
was ich tat
und war stolz darauf.
Was ich nicht tat,
hielt ich nicht von Bedeutung.
Ich tat es ja nicht.
Heute glaube ich,
dass wir mit dem,
was wir unterlassen,
ebenso viel Einfluss auf die Welt nehmen,
wie mit dem,
was wir tun.
Da gibt es Dinge,
vor denen Augen und Ohren verschlossen werden,
Blicke, die nicht getauscht werden,
Hände, die nicht gereicht werden,
Fragen, die nicht gestellt werden,
Worte die nicht gesagt werden,
Gedanken, die nicht gedacht werden,
Gefühle die immer wieder verdrängt werden.
Handeln oder unterlassen,
beides ist gleichermaßen bedeutsam.
Es sind zwei Seiten derselben Medaille.
Wenn ich wahrhaft die Verantwortung für mein Leben übernehmen will, muss ich wohl auch dahin sehen.